Burkhard Heim

Physik an den Grenzen unseres Weltbildes

Der deutsche Physiker Burkhard Heim (1925–2001) gehört zu den ungewöhnlichsten Denkern der deutschen Nachkriegsphysik. Sein Lebenswerk war von der Suche nach einer umfassenden Beschreibung der Wirklichkeit geprägt.

Nach einem schweren Unfall bei einem Sprengexperiment im Jahr 1944 lebte Heim mit schwersten körperlichen Beeinträchtigungen. Dennoch studierte er Physik und arbeitete über Jahrzehnte weitgehend unabhängig an einem mathematisch anspruchsvollen theoretischen Modell.

Seine Überlegungen führten ihn weit über die gewöhnliche Beschreibung der materiellen Welt hinaus. Dabei beschäftigte ihn zunehmend eine Frage, die auch für Weltherz von grundlegender Bedeutung ist:

Kann ein physikalisches Weltbild erweitert werden, sodass neben Materie und Energie auch Information, Leben und Bewusstsein darin einen Platz finden?

Die Wirklichkeit ist größer als das Sichtbare

Im Alltag erleben wir drei räumliche Dimensionen und die Zeit. Heim entwickelte dagegen mathematische Modelle mit zusätzlichen Dimensionen beziehungsweise Weltkoordinaten.

Diese zusätzlichen Dimensionen sind nicht einfach weitere räumliche Richtungen, die wir mit unseren Sinnen wahrnehmen könnten. In Heims Theorie erhalten sie eine strukturelle beziehungsweise organisatorische Bedeutung.

Damit entstand ein ungewöhnlicher Gedanke:

Die sichtbare materielle Wirklichkeit könnte nur ein Teil einer umfassenderen Struktur der Welt sein.

Heims Theorie entwickelte sich über mehrere Jahrzehnte und durchlief dabei unterschiedliche Stadien. Deshalb sollte man nicht von einem einzigen unveränderten „Heimschen Weltmodell“ sprechen.

Materie, Struktur und Information

In der klassischen Vorstellung erscheint Materie häufig als die grundlegende Substanz der Wirklichkeit.

Heims Ansatz führt zu einer anderen Perspektive. Physikalische Erscheinungen werden in seinem Modell mit geometrischen und strukturellen Zusammenhängen einer mehrdimensionalen Wirklichkeit verbunden.

Für Weltherz ist daran besonders der Gedanke interessant, dass die sichtbare Welt möglicherweise nicht aus sich allein heraus verstanden werden kann.

Materie wäre dann nicht die gesamte Wirklichkeit, sondern Ausdruck tiefer liegender Strukturen und Ordnungszusammenhänge.

Das eröffnet eine Brücke zu einer Wissenschaft des Lebendigen: Könnten Information und Organisation eine grundlegendere Rolle spielen, als es ein ausschließlich materialistisches Weltbild vermuten lässt?

Vom Physikalischen zum Lebendigen

Heims Arbeiten beschränkten sich im Laufe seiner Entwicklung nicht mehr ausschließlich auf elementarphysikalische Fragestellungen.

Gemeinsam mit seinem langjährigen Weggefährten Walter Dröscher und insbesondere in späteren Arbeiten versuchte er, seinen theoretischen Rahmen auf organisatorische, biologische und psychische Zusammenhänge auszuweiten.

Eine besondere Rolle spielte dabei seine sogenannte aspektbezogene Logik. Sie sollte einen formalen Zugang zu unterschiedlichen qualitativen Ebenen komplexer Systeme ermöglichen.

Hier berührt Heim eine zentrale Frage von Weltherz:

Kann dieselbe Wirklichkeit sowohl eine quantitative, physikalisch messbare als auch eine qualitative, organisierende Seite besitzen?

Mensch und Bewusstsein

Besonders weitreichend werden Heims Überlegungen dort, wo sie den Menschen und das Bewusstsein betreffen.

In der üblichen materialistischen Interpretation ist Bewusstsein an die Tätigkeit des Gehirns gebunden und entsteht aus biologischen Prozessen.

Heims späteres Modell eröffnete dagegen die Möglichkeit, psychische und mentale Strukturen in einen umfassenderen mehrdimensionalen Zusammenhang einzuordnen.

Daraus wurden von Heim und späteren Interpreten weitreichende Überlegungen über die Beziehung zwischen Körper, Bewusstsein und einer möglichen nichtmateriellen Existenz abgeleitet.

An dieser Stelle ist eine Unterscheidung besonders wichtig:

Solche Aussagen sind keine etablierte Erkenntnis der heutigen Physik. Sie gehören zu den weiterführenden und wissenschaftlich umstrittenen Konsequenzen des Heimschen Ansatzes.

Für Weltherz sind sie gerade deshalb interessant: nicht als fertiger Beweis einer geistigen Welt, sondern als außergewöhnlicher Versuch, die Grenze zwischen Physik, Leben und Bewusstsein theoretisch neu zu denken.

Ein Modell ist nicht die Wirklichkeit

Ein Gedanke Heims ist für das Selbstverständnis von Weltherz besonders wertvoll: Wissenschaftliche Modelle dürfen nicht mit der Wirklichkeit selbst verwechselt werden.

Physikalische Theorien, mathematische Formeln und Begriffe ermöglichen außerordentlich genaue Beschreibungen bestimmter Ausschnitte der Welt. Dennoch bleiben sie Modelle.

Eine Landkarte kann eine Landschaft präzise darstellen – aber sie ist nicht die Landschaft selbst.

So können auch unterschiedliche wissenschaftliche Modelle verschiedene Aspekte einer Wirklichkeit erfassen, ohne diese Wirklichkeit bereits vollständig abzubilden.

Diese Haltung führt weder zur Ablehnung der Wissenschaft noch zur Beliebigkeit. Im Gegenteil: Sie verbindet wissenschaftliche Genauigkeit mit erkenntnistheoretischer Bescheidenheit.

Unser Wissen kann wachsen, ohne dass wir behaupten müssen, die Wirklichkeit bereits in ihrer Gesamtheit verstanden zu haben.

Wie ist Heims Theorie wissenschaftlich einzuordnen?

Diese Frage sollten wir auf einer Institutsseite ausdrücklich stellen.

Burkhard Heims Arbeiten besitzen bis heute Anhänger und werden von einzelnen Physikern und Autoren weiter untersucht. Seine Theorie gehört jedoch nicht zum etablierten Standardmodell der modernen Physik und hat sich im wissenschaftlichen Mainstream nicht durchgesetzt.

Das schmälert nicht automatisch ihren philosophischen oder wissenschaftsgeschichtlichen Wert. Es bedeutet aber, dass zwischen mathematischen Ansätzen Heims, daraus abgeleiteten Hypothesen und empirisch gesicherten Erkenntnissen unterschieden werden muss.

Weltherz möchte Heim deshalb weder zum wissenschaftlichen Kronzeugen einer spirituellen Weltanschauung machen noch seine Arbeiten aufgrund ihrer Außenseiterstellung verwerfen.

Interessant ist vielmehr die Frage:

Welche seiner Gedanken können dazu beitragen, Wirklichkeit weiter zu denken?

Burkhard Heim und das ganzheitliche Weltbild

Für Weltherz liegt die besondere Bedeutung Burkhard Heims darin, dass er eine Grenze überschreiten wollte, die häufig als selbstverständlich vorausgesetzt wird: die Grenze zwischen einer ausschließlich physikalischen Beschreibung der Welt und den Phänomenen des Lebendigen und des Bewusstseins.

Seine Arbeiten liefern keinen naturwissenschaftlichen Beweis für das gesamte metaphysische Weltbild von Weltherz.

Sie eröffnen jedoch einen Denkraum.

Einen Raum, in dem Materie möglicherweise nicht die letzte Ebene der Wirklichkeit darstellt. In dem Information und Organisation grundlegende Bedeutung besitzen könnten. Und in dem die Frage nach Bewusstsein nicht von vornherein auf einen bloßen Nebeneffekt materieller Prozesse reduziert werden muss.

Von hier führt der Weg unmittelbar zu der umfassenderen Frage:

Wie könnte ein Weltbild aussehen, das Materie, Leben, Bewusstsein und Geist in einem gemeinsamen Zusammenhang betrachtet?

Der „Turm der Erkenntnis“ bleibt nach oben offen.

Heims wesentliche Beiträge in der Wissenschaft

Einheitliche phänomenologische Feldtheorie
in welcher Elektromagnetismus und Gravitation von Heim vereinigt worden sind.

Einheitliche quantengeometrische Strukturtheorie
die zu einer Formel für die Massen der Elementarteilchen führte.

Entwicklung einer aspektbezogenen Logik
mit der sowohl die quantitativ-physikalische als auch die qualitativ-organisatorische (geistige) Seite der Welt einheitlich beschrieben werden kann.

Das Heim’sche Weltbild

Heim vollendet Einsteins Ansätze zu einer einheitlichen Feldtheorie. Er geometrisiert nicht nur das Gravitationsfeld, sondern sämtliche physikalischen Felder. Wir leben in einer 6-dimensionalen Welt.

In Heims Theorie lassen sich alle Elementarteilchen als 6-dimensionale, dynamische, quantisierte geometrische Strukturen angeben. Die Massen der Elementarteilchen werden sehr genau wiedergegeben, was bisher weder die String-, noch die Loop-Quanten-Theorie können!

Ein Urknall findet im kosmologischen Modell Heims nicht statt. Der Kosmos entstand aus einer einfachen Raumzelle und entwickelte sich nach Heim sehr, sehr lange nur als ein leerer Raum – als reine quantisierte Geometrie.

Qualitative Strukturen aus der 5. Weltkoordinate steuern die Organisationen in der Materie. Die geistig-informatorischen Dimensionen steuern und beleben die physikalisch-energetischen Weltkoordinaten.

Durch die Einführung einer aspektbezogenen Logik gelingt in Heims 6-dimensionalem Weltbild die einheitliche Beschreibung physikalischer, biologischer und psychischer Prozesse und somit die Lösung des Leib-Seele Problems.

Auch der Mensch ist ein 6-dimensionales Wesen.

Es können autonome Strukturen des Bewusstseins frei von einem materiellen Träger existieren.

Weitergehende Details zur Heim’schen Theorie finden Sie hier: