Auf der Suche nach „Gott und der Welt“
Mein Name ist Helmut Joe Krenn. Ich lebe im schönen niederbayerischen Hügelland, verbringe gerne Zeit in der Natur und sinniere – eigentlich schon seit meiner Kindheit – leidenschaftlich gerne über „Gott und die Welt“.
Beruflich komme ich zunächst aus einer ganz anderen Richtung. Ich bin Diplom-Wirtschaftsinformatiker (FH). Doch parallel zu meinem beruflichen Weg hat mich eine zweite Welt nie losgelassen: die Suche nach Antworten auf die großen Fragen unseres Daseins.
Was ist Wirklichkeit?
Wie entstand das Leben?
Was ist Bewusstsein?
Gibt es Gott?
Und welche Bedeutung hat unser menschliches Leben innerhalb dieses großen Zusammenhangs?
Diese Fragen begleiten mich seit meiner Jugend.
Drei Fragen aus meiner Schulzeit
Eine Erinnerung aus meiner Realschulzeit ist mir bis heute besonders lebendig geblieben.
Damals beschäftigten mich drei Fragen so sehr, dass ich sie auf einem Blatt festhielt. Drei lange Reihen von Fragezeichen zogen sich darüber – Ausdruck meiner damaligen Ratlosigkeit:
Warum und wie ist die Welt, das Universum entstanden?
Wie wurde aus unbelebter Materie Leben?
Und wie entwickelte sich schließlich der Mensch mit seinem Bewusstsein?
Es waren einfache Fragen eines Jugendlichen.
Doch hinter ihnen verbargen sich bereits jene Rätsel, die mich in den folgenden Jahrzehnten immer wieder beschäftigen sollten:
Kosmos. Leben. Bewusstsein.
Die Antworten, die mir das damalige Weltbild anbieten konnte, empfand ich als unvollständig.
Also begann ich weiterzusuchen.
Mehr als vier Jahrzehnte des Suchens
Aus dieser jugendlichen Neugier entwickelte sich eine Beschäftigung, die mich inzwischen seit mehr als vier Jahrzehnten begleitet.
Ich las über Naturwissenschaft und Kosmologie, Evolution und Bewusstseinsforschung, Philosophie, Religion, Metaphysik und Spiritualität.
Dabei ging es mir zunehmend nicht mehr nur um einzelne Antworten.
Mich interessierte eine größere Frage:
Lassen sich die verschiedenen Teile unseres Wissens zu einem umfassenderen Bild der Wirklichkeit verbinden?
Naturwissenschaft kann uns mit beeindruckender Genauigkeit erklären, wie viele Vorgänge der materiellen Welt ablaufen.
Doch was ist Materie letztlich?
Was unterscheidet Lebendiges vom Unbelebten?
Wie entsteht subjektives Erleben?
Was ist dieses „Ich“, das sich seiner selbst bewusst ist?
Und könnte hinter der sichtbaren Wirklichkeit eine geistige Dimension liegen?
Aus diesen Fragen entwickelte sich nach und nach mein Versuch eines ganzheitlichen Weltbildes.
Warum ich mich Metaphysiker nenne
Ich bezeichne mich als Metaphysiker.
Damit meine ich keinen akademischen Abschluss und auch keine besondere Autorität.
Der Begriff beschreibt für mich vielmehr die Art der Fragen, mit denen ich mich beschäftige.
Metaphysik fragt nach den Grundlagen der Wirklichkeit – und nach jenen Fragen, die über die rein physikalische Beschreibung der Welt hinausreichen.
Was ist Sein?
Was ist Bewusstsein?
Gibt es einen geistigen Ursprung?
Was ist der Mensch?
Besitzt unser Dasein einen Sinn?
Solche Fragen lassen sich nicht einfach im Labor entscheiden.
Das bedeutet jedoch nicht, dass wir sie nicht stellen dürfen.
Für mich beginnt Metaphysik deshalb dort, wo gesichertes Wissen endet und das begründete Weiterfragen beginnt.
Vier Fragen wurden zum roten Faden
Mit den Jahren verdichtete sich meine Suche auf vier grundlegende Fragen:
Woher kommen wir?
Wer sind wir?
Wohin gehen wir?
Was sollen wir tun?
Die erste Frage richtet den Blick auf unseren Ursprung.
Die zweite auf das Wesen des Menschen.
Die dritte auf unsere mögliche Zukunft und Bestimmung.
Doch die vierte wurde für mich zunehmend entscheidend.
Denn selbst das umfassendste Weltbild bliebe letztlich Theorie, wenn daraus nichts für unser Leben folgte.
Was sollen wir tun?
Wie wollen wir miteinander leben?
Welche Verantwortung tragen wir für unsere Gedanken und Handlungen?
Wie gehen wir mit anderen Menschen um?
Wie mit der Natur?
Und welche Welt möchten wir kommenden Generationen hinterlassen?
So wurde aus der Suche nach einem Weltbild allmählich auch die Suche nach einer Lebenshaltung.
Zweifel als Teil des Weges
Auf diesem langen Weg ist mir eines immer wichtiger geworden:
Kein Weltbild ist vollkommen.
Wir selbst sind nicht vollkommen, unser Wissen ist begrenzt, und jede Epoche betrachtet die Wirklichkeit durch den Horizont ihrer eigenen Erkenntnismöglichkeiten.
Deshalb möchte ich aus meinen Überzeugungen kein geschlossenes Lehrgebäude machen.
Ein Satz begleitet meine Arbeit seit Langem:
Der Turm der Erkenntnis bleibt nach oben offen.
Zweifel bedeutet für mich deshalb nicht das Gegenteil von Erkenntnis.
Im Gegenteil.
Zweifel kann uns davor schützen, unsere gegenwärtigen Vorstellungen mit der Wirklichkeit selbst zu verwechseln.
Er zwingt uns, weiterzufragen.
Zu prüfen.
Zu korrigieren.
Und manchmal auch etwas loszulassen, von dem wir lange überzeugt waren.
Wohin mich meine Suche geführt hat
Im Laufe dieser Jahrzehnte hat sich für mich zunehmend eine theistisch-metaphysische Sicht der Wirklichkeit entwickelt.
Ich gehe davon aus, dass unsere Existenz in einen umfassenderen geistigen Zusammenhang eingebunden ist und dass hinter der sichtbaren Welt eine schöpferische geistige Wirklichkeit steht.
Das ist meine persönliche metaphysische Überzeugung.
Ich möchte sie nicht als naturwissenschaftlich bewiesene Tatsache darstellen.
Ebenso wenig möchte ich anderen Menschen vorschreiben, zu denselben Schlussfolgerungen zu gelangen.
Weltherz soll deshalb keine neue Glaubenslehre sein.
Es ist eine Einladung, selbst zu fragen, zu prüfen und den eigenen Erkenntnisweg zu gehen.
Mein persönliches Manifest
Aus meinem bisherigen Weg ist eine innere Überzeugung entstanden, die sich für mich in wenigen Gedanken zusammenfassen lässt:
Ich vertraue darauf,
dass wir in eine größere göttliche Ordnung und einen höheren Sinn eingebunden sind.
Dass Bewusstsein, Gedanken und innere Haltung unsere Wirklichkeit mitgestalten.
Dass daraus eine Verantwortung für unser Denken und Handeln entsteht.
Und dass wir aufgerufen sind, möglichst in Harmonie mit dem Leben und der Schöpfung zu leben.
Für mich ist dies keine fertige Wahrheit, die ein anderer Mensch übernehmen muss.
Es ist das Ergebnis meines bisherigen Weges.
Und dieser Weg ist nicht abgeschlossen.
Warum „Weltherz“?
Auch der Name Weltherz entstand aus meinem Weltbild.
Er besitzt für mich mehrere Bedeutungsebenen.
In meinem metaphysischen Modell steht Weltherz für das lebensspendende Zentrum eines umfassenderen Schöpfungszusammenhangs – für eine geistige Sonne, das Herz der Schöpfung.
Damit verbindet sich auch meine Vorstellung eines Weltenmenschen: einer übergeordneten geistig-kosmischen Wirklichkeit, in die eine Vielzahl von Universen eingebunden sein könnte.
Ich betrachte diese Vorstellung als Bestandteil meines metaphysischen Weltbildes – nicht als naturwissenschaftlich gesicherte Erkenntnis.
Doch Weltherz bedeutet für mich noch etwas anderes.
Verbindung.
Die Verbindung des Menschen mit seinem geistigen Ursprung.
Die Verbindung von Wissen und Bewusstsein.
Die Verbindung von Wissenschaft und Spiritualität.
Die Verbindung der Menschen untereinander.
Und schließlich die Vision einer zukünftigen planetaren Gemeinschaft, in der Freiheit, Verantwortung, Mitgefühl und Achtung vor dem Leben stärker miteinander verbunden sind.
Weltherz steht damit für die Suche nach unserem Ursprung – und zugleich für die Verantwortung für unsere Zukunft.
Was ich weitergeben möchte
Nach mehr als vier Jahrzehnten der Beschäftigung mit diesen Fragen möchte ich nicht behaupten, die endgültigen Antworten gefunden zu haben.
Ich möchte zeigen, welche Zusammenhänge ich auf meinem Weg erkannt zu haben glaube.
Ich möchte Gedanken zur Diskussion stellen.
Brücken bauen.
Zum Weiterdenken anregen.
Und vielleicht Menschen ermutigen, jene großen Fragen wieder zu stellen, die im Alltag leicht verloren gehen.
Denn am Ende geht es für mich nicht darum, dass jemand mein Weltbild übernimmt.
Es geht um etwas Persönlicheres:
Was glaube ich selbst über die Wirklichkeit?
Was trägt mich?
Was bedeutet Menschsein für mich?
Und wie möchte ich aufgrund dieser Erkenntnis leben?
Vielleicht brauchen wir kein Weltbild, das alle Fragen endgültig beantwortet.
Vielleicht brauchen wir eines, das groß genug ist, damit wir weiterfragen können.
